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Inhalt: Hobbys oder was es Beruflich sein sollte
Mein Name ist Christopher Kahle und ich habe ein Problem mit Selbstdarstellung. Also man möge es mir verzeihen, wenn ich hier von Dingen schreibe, die euch nicht interessieren. Hier folgt jetzt ein wenig was zu meiner Person wie Geburtsort, Kreditkartennummer … Hört sich ein wenig wie in einer Selbsthilfegruppe an, oder?
Am 16. März 1983 habe ich im Krankenhaus Holzminden das Licht der Welt erblickt. Leider ist die Zeit des Baby Daseins ja schnell vorbei. Mit ca. 3 ½ ging es dann in den Kindergarten, morgens das Aufstehen war doof, aber Spielen war schon okay.
Mit 6 Jahren ging es dann in die Grundschule Petrischule Höxter, dort hatte ich eine recht durchmischte Zeit verbracht. Hier habe ich aber gelernt mir nicht alles gefallen zu lassen. Wegen Ehe-Problem meiner Eltern wurde die Schulzeit für mich zum Ende der Grundschulzeit dann schwierig. Meine Eltern haben sich nach viel hin/her scheiden lassen und ich bin mit meiner Mutter ausgezogen.
Leider litt das Schulische so sehr darunter, dass ich in eine Sonderschule gekommen bin. Schule am Heiligenberg Höxter-Lütmarsen, liebevoll vom Rest der Welt auch Brettergymnasium genannt. In dieser Schule habe ich meinen Hauptschulabschluss gemacht (in meiner Klasse haben mit mir nur drei das Ziel erreicht). Rückblickend muss ich sagen, hätte ich mich mehr auf den Hintern gesetzt, wäre mehr machbar gewesen. Die Anfangszeit in dieser Schule war hart, ich musste lernen mich durchzusetzen und man musste den Mitschülern erst zeigen, dass man nicht nur „Opfer“ ist. Aber wie man in den Medien mitbekommt, geht es in anderen Schulen nicht anders zu. Die letzten Jahre waren aber recht „schön“.
In meinem Leben sind mir jetzt schon viele Leute begegnet, die mir nicht glauben wollten, dass ich auf eine Sonderschule gegangen bin. Das liegt aber daran, dass ich ein Informations-Staubsauger bin, wie meine Frau immer so schön sagt. Im Jahr 2000 war das Thema Schule damit erledigt, nun hieß es eine Ausbildungsstelle finden. Ich habe zum Beispiel ein dreimonatiges bezahltes Praktikum bei einer Gas-Wasser Installateur Firma gemacht. Die Firma und ich mussten aber feststellen, dass das nicht unbedingt meine Welt ist. Nachdem ein Jahr erfolglos vergangen war, bin ich in eine Art Berufsintegrationskurs der Volkshochschule Höxter gekommen. Das war ein Programm vom Arbeitsamt (Agentur für Arbeit wie es sich jetzt nennt – Imagepflege selbst bei Behörden) und der VHS, das Projekt war für 12 Monate festgelegt. Ich habe dort viele interessante Menschen kennen gelernt und nach einem erfolgreichen Jahr habe ich auch eine Ausbildungsstelle bekommen.
Die Porzellan Manufaktur Fürstenberg sollte nun für die nächsten drei Jahre meine berufliche Heimat sein. Dort habe ich eine Ausbildung zum Industrie-Keramiker gemacht. Die Berufsschule war in Selb, welches in Bayern liegt (ca. eine Autostunde von Hof entfernt), das ist in der nähe der tschechischen Grenze. Das ganze lief als Blockschulunterricht zwischen einer und maximal drei Wochen. Der Anfang war schwer für mich, wo ich bis dahin doch immer im gut gehüteten Hotel Mama gewohnt habe, aber das war ein Stück Selbstfindung und Selbstständigkeit!
In meiner Ausbildung habe ich auch meine jetzige Frau Franziska kennen gelernt. Sie hat im gleichen Jahr wie ich Ihre Ausbildung zur Glas und Porzellan Malerin begonnen. Sie ist damals aus Berlin hier runter gezogen mit 17 Jahren, um diese Ausbildung machen zu können. Das hat mich damals sehr beeindruckt, einen so großen Schritt für eine Ausbildung zu machen, ganz alleine ohne Familie. Im ersten Jahr nach viel Umwerben hat es dann gefunkt und wir sind zusammen gekommen. Im Jahr [PLAZHALTER] war es dann geschafft mit der Ausbildung. Leider war das ein Jahr in dem es wirtschaftlich nicht besonders gut lief in Fürstenberg und betriebsbedingt (wie man so schön sagt) ca. 40 Mitarbeiter entlassen wurden, in einer solchen Situation kann man natürlich keine Leute übernehmen. So stand ich nach drei Jahren als frisch gebackener Geselle wieder auf der Straße.
Großes Problem in der deutschen Wirtschaft ist ja, dass man als frisch Ausgelernter keinen Job bekommt weil, man keine Berufserfahrung hat. In meinem Beruf habe ich vom ersten Tag an in der Produktion gearbeitet, ich finde das ist kein gültiges Argument – Punkt! Aber von der Thematik mal abgesehen, hat man als Industriekeramiker das Problem, dass dieser Beruf selten ist, entsprechend auch praktisch eine nicht vorhandene Nachfrage besteht. Schon gar nicht wenn man in seiner Heimat bleiben möchte (Ja, ich hänge am Weserbergland!).
Dann beginn eine recht chaotische Zeit, leider darf man ja von der Agentur für Arbeit gezwungen werden, bei Leiharbeitsfirmen für kein Geld zu arbeiten. Sonst werden einem die Bezüge gesperrt. Ganz großes Kino, Sklavenhandel 2.0. Ich habe der Erinnerung nach 3 Wochen bei der ZAG in Paderborn gearbeitet, aber mit dem Verantwortlichen bin ich nicht so recht klar gekommen. Genauer gesagt seine Art von oben herab auf mich zu schauen, als wäre er etwas besseres. Wir haben uns dann ja glücklicherweise voneinander getrennt. Wenn man ein 10 Jahre altes Auto hat und fast jeden Tag wo anders hin geschickt wird (100km sind keine Seltenheit) für 7,15€/h, muss man sich entscheiden ob man Tanken geht oder was im Kühlschrank haben will.
In den Betrieben wird man meist noch schlechter behandelt als ein Azubi, viele haben Angst um ihren Job und das bekommt man zu spüren. Gefallen lassen muss man es sich aber nicht, man muss aber erst das Revier abstecken offenbar. Zart besaitet darf man da nicht sein.
Nachdem ich dann fast ein Jahr arbeitslos war, flatterten die ALG II Anträge ins Haus. So bin ich dann zur Piening GmbH gekommen, wieder Zeitarbeit. Über diese, um einiges professioneller wirkende Firma, bin ich dann für fast zwei Jahre nach Stiebel Eltron gekommen. Auch meine Frau Arbeitete dort über Piening. Vorteil: Stiebel Eltron ist in Holzminden, also im Gegensatz zu 100km Fahrten in das ungewisse, nur wenige Kilometer entfernt. Man konnte schon fast von einem festen Arbeitsplatz sprechen. Ich hatte mich Zeitweise sogar zum Hilfseinrichter „hochgearbeitet“. Die Bezahlung blieb bei mehr Verantwortung aber gleich. Leider herrschte ziemliches Chaos in meiner Abteilung, erst hieß es wieder Akkordarbeit dann doch wieder Einrichter. Leider sah es in meinem zweiten Jahr wirtschaftlich auch bei SE nicht mehr gut aus. Dank Mehrwertsteuererhöhung wurden Hamsterkäufe gemacht und dann war es recht still geworden. Die ersten, die in so einer Situation gehen können sind dann natürlich die Leiharbeiter.
Piening musste mich ja unter bekommen und so ging es wieder los mit Tagesjobs und 100km- Fahrten. Immer wieder schwieriges Thema, zum einen altes Auto, zum anderen zwei Leute und zwei verschiedene Arbeitsorte? Mir war klar, dass ich schleunigst einen neuen Job brauchte.
Über einige „Insider-Infos“ habe ich mitbekommen, dass Fürstenberg für ihr Museum eine Besucherwerkstatt einrichten wollte. Nach einigem hin und her habe ich den Job bekommen. Leider ist das kein Vollzeit-Arbeitsplatz, den ich da bekommen habe. Genau betrachtet ist es eine ¾ Stelle, aber dank der Öffnungszeiten im Museum sitzt man dort auch Sa+So, nur Montags hat man frei (außer es ist ein Feiertag oder irgend ein Event). Theoretisch hat man alle 14 Tage ein langes Wochenende, aber Dank personellen Umstellungen und knapper Besetzung führt dieser Arbeitsplan oft dazu, dass man mal 3 Wochenenden arbeiten darf.
Bei solch einem Job ist es schwer, immer höflich zu bleiben, da ein Tag zum „abschalten“ einfach nicht ausreicht. Aber von 2007 bis jetzt ging es immer irgendwie.
Hobbys oder was es Beruflich sein sollte: So viel zum schulisch/beruflichen teil, leider ist es mir bisher nicht gelungen/vergönnt gewesen, beruflich etwas zu machen, an dem ich auch Spaß habe. Seit meinem 14. Lebensjahr ist das Thema IT etwas ganz zentrales in meinem Leben. Ich spreche hier nicht vom Gamen, das mache ich zwar auch seitdem, aber mich hat schon immer die Funktionsweise vom PC und dessen Peripherie interessiert. Mit 14 konnte ich mir von meinem Konfirmationsgeld meinen ersten Rechner kaufen. Nach drei Tagen war die HDD hinüber und ich hatte ersten Kontakt mit dem DOS Promt/der Konsole. Mit einem Freund zusammen haben wir uns immer Tiefer rein gegraben. Batch-Dateien schreiben und als nächste Steigerung Basic auf der Konsole. Erst mit 16-17 wurde Internet zu einem Thema für uns, das erste Modem wurde gekauft und das Internet wurde durchstöbert. Eine sehr spannende Zeit, leider kostete seinerzeit Internet noch recht viel Geld. Ich hatte einen Zeittarif in dem wenige Stunden drin waren und entsprechend wurde das surfen schon fast geplant. Seinerzeit war Google noch vollkommen unbekannt. *säuftz*
Inzwischen würde ich mich beim Thema IT als ziemlichen Geek bezeichnen. Beruflich einzusteigen ist ohne Ausbildung fast unmöglich. In Deutschland zählen die praktischen Fähigkeiten sekundär, das was auf einem DIN A4 Blatt gedruckt wurde ist das primäre entscheidende Argument! Traurig, oder?
2006 war für mich das Jahr, als alles begann … ich habe mir eine Canon EOS 350d gekauft. Die kompakten Digitalkameras, die mir bis dahin in die Finger gekommen waren, haben mich leider nie überzeugen können. Man löst aus, es wird das obligatorische Pseudo-Aufnahmegeräusch gemacht und eine gefühlte Sekunde später, wenn man wegzieht, wird das Bild hoffentlich gemacht. Eine DSLR versprach hier sofort Bilder, wenn man auf das Knöpfchen drückt. Schnell entwickelte sich das Knipsen zum ernsten Hobby. Das ganze machte immer mehr Freude und die Ambitionen stiegen. Seit 2009 bin ich stolzer Besitzer einer Canon EOS 50d – eine Kamera die mir wesentlich besser in der Hand liegt und vom Handling nochmal deutlich eins drauf setzt im Vergleich zur 350d.
Bisher habe ich auf meiner Webseite http://www.dark-underground.org/ meine Bilder mehr oder weniger präsentiert. Leider habe ich immer wieder Feedback bekommen, man finde die Bilder nicht und ich stellte fest, dass viele ihre Probleme mit der Bedienung dieser Seite haben. Es ist schwer als Geek, dem so etwas leicht fällt, etwas so zu gestalten das es einem möglichst großen Personenkreis leicht zugänglich wird. Um meine Fotografischen Ambitionen vom Rest meiner Hobbys/Interessen zu trennen, wollte ich eine eigene Webseite. Nach einigem hin und her stand ein Name für dieses Projekt fest: fotoniker.de. Der Name soll ein wenig die „Sucht“ widerspiegeln, die hinter dem Fotografieren für mich steckt. Nach einigen Stunden Kampf mit dem Design und stundenlangem Upload von vielen Bildern kann ich euch nun aber die Seite präsentieren.
Über Feedback und Anregungen sowie Verbesserungsvorschläge freue ich mich immer sehr. Fehler in einem Text Gefunden? Melden bitte! Gefällt euch ein Foto? Dann schreibt mir doch was euch speziell an diesem Bild gefällt, oder eben auch nicht gefällt!
Ich wünsche euch noch viel Spaß mit und auf fotoniker.de
Gruß Chris
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